Wer sich als Student bewirbt, hat oft das Gefühl, „nichts vorweisen“ zu können. Das stimmt selten. Wer ein Praktikum, eine Werkstudentenstelle oder einen Ausbildungsplatz zu vergeben hat, weiß, dass Sie am Anfang stehen. Gesucht wird, was Sie bereits selbst geleistet haben und ob Sie verstanden haben, worum es in der Stelle geht.
Die Reihenfolge der Rubriken am Anfang
Ist die Berufserfahrung kurz, rückt man das Stärkste nach vorn. Im tabellarischen Lebenslauf bewährt sich diese Reihenfolge, jeweils mit dem neuesten Eintrag zuerst:
- Kopfbereich: Name, Kontaktdaten und die Art der gesuchten Stelle.
- Kurzprofil: zwei bis drei gezielte Zeilen.
- Bildungsweg: aktuelles Studium oder aktuelle Schule, dann die vorherigen Stationen.
- Praxiserfahrung: Praktika, Werkstudententätigkeit, Nebenjobs, Ehrenamt.
- Projekte: wenn Sie im Studium bemerkenswerte Arbeiten umgesetzt haben.
- Kenntnisse und Sprachen.
- Interessen, falls sie etwas über Sie aussagen.
Das Foto ist freiwillig; ob Sie eines einfügen, entscheiden Sie selbst.
Ein Kurzprofil, das sagt, was Sie suchen
Das Kurzprofil hat bei Studierenden eine sehr praktische Aufgabe: Es nennt was, ab wann und wie lange.
Motivierter Student auf der Suche nach einem Praktikum.
Student im 4. Semester Betriebswirtschaftslehre (Bachelor), ich suche ein Praktikum von drei Monaten im Controlling ab April 2027, gern im Raum München.
Für eine Werkstudentenstelle nennen Sie den möglichen Wochenumfang, für eine Ausbildung den gewünschten Beginn des Ausbildungsjahres.
Der Bildungsweg im Detail
Für Studierende ist der Bildungsweg die meistgelesene Rubrik. Geben Sie an:
- die genaue Bezeichnung des Studiengangs oder Abschlusses und den Zeitraum;
- Hochschule oder Schule und Ort;
- Fächer oder Module mit Bezug zur Stelle, in einer Zeile;
- Projekte aus dem Studium, wenn sie passen;
- Note oder Schwerpunkte, wenn sie für Sie sprechen.
Bei Bewerbungen um eine Ausbildung steht der Schulabschluss ganz oben: Schulform, Zeitraum, Abschluss und, falls gut, die Note sowie Fächer, die zum Beruf passen.
Jede Erfahrung als Beleg formulieren
Ein Ferienjob, eine Kassenschicht, ein Wochenende als Betreuer in einem Verein: Das sind echte Erfahrungen. Entscheidend ist, was Sie dort konkret getan haben, nicht nur die Bezeichnung.
Servicekraft – Hafenbrauerei – Sommer 2025
Servicekraft – Hafenbrauerei, Kiel – Juli und August 2025 Bedienung im Innenraum und auf der Terrasse (bis zu 80 Gedecke), Kassieren, Betreuung internationaler Gäste auf Englisch.
Weitere Erfahrungen, die zählen
- Ehrenamt und Engagement, besonders mit Verantwortung (Kassenwart, Organisation einer Veranstaltung).
- Studienprojekte: eine Website, eine Marktanalyse, ein Prototyp, eine Abschlussarbeit.
- Sport im Verein, vor allem im Wettkampf oder als Trainer.
- Kurze Einsätze: regelmäßiges Babysitting, Nachhilfe, Inventuren.
Kenntnisse: konkret und überprüfbar
Bevorzugen Sie Angaben, die Sie im Gespräch belegen könnten:
- Software: Tabellenkalkulation (Formeln, Pivot-Tabellen), Präsentationsprogramme, Programme Ihres Fachgebiets;
- Sprachen mit klarem Niveau, zum Beispiel nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen: „Englisch: B2“;
- Führerschein Klasse B, wenn er für die Stelle nützlich ist;
- Zertifikate und Kurse, soweit Sie sie wirklich besitzen.
Eigenschaften wie „sorgfältig“ oder „neugierig“ überzeugen mehr, wenn weiter oben eine Erfahrung sie belegt.
Den Lebenslauf an jede Bewerbung anpassen
Derselbe Lebenslauf an fünfzig Unternehmen funktioniert schlecht. Nehmen Sie sich pro Stelle fünf Minuten, um:
- Die Stellenbezeichnung (Praktikum, Werkstudent, Ausbildung) im Kurzprofil aufzugreifen.
- Module und Projekte hervorzuheben, die zur Anzeige passen.
- Begriffe der Anzeige zu verwenden, wenn sie beschreiben, was Sie können.
- Beginn und Verfügbarkeit zu prüfen.
- Rechtschreibung zu kontrollieren und als PDF zu exportieren: Vorname-Nachname-Lebenslauf-Praktikum.pdf.
Im ClairCV-Editor können Sie Ihren Lebenslauf duplizieren und je Bewerbungsart eine Version behalten, und Sie können das Muster „Klassisch“ oder „Kompakt“ wählen, um auf einer Seite zu bleiben. Alles ist kostenlos, auch der Download.
Für das Layout starten Sie mit einer Vorlage passend zu Ihrem Fachbereich und dem Leitfaden Lebenslauf-Muster 2026. Prüfen Sie danach die Lesbarkeit Ihrer Datei mit dem ATS-Lesbarkeitstest. Bei Praktikum oder Ausbildung ist das Anschreiben mindestens so wichtig wie der Lebenslauf; zum Bewerbungsfoto lesen Sie den Leitfaden Bewerbungsfoto im Lebenslauf.